Drauflosgebloggt (12) – Wenn unzustellbar, zurück

29 Mai

Gut, hat also doch einen Tag länger gedauert, aber das ist ja mittlerweile zur Gewohnheit geworden. An dieser Stelle möchte ich auch verkünden, dass Drauflosgebloggt von jetzt an nur noch alle zwei Wochen erscheint, weil ich keine Lust habe, dass es 80% meines Contents ausmacht. Heute haben wir wieder einmal einen besonders spannenden Artikel, nämlich die Postgeschichte und Briefmarken Bremens.

Es geht also um Briefmarkensammler oder Philatelisten, wie der wichtigtuerische Angeber sagen würden. Das Hobby gilt gemeinhin als langweilig und altbacken. Ich sehe das gar nicht mal so: Es unterscheidet sich nicht großartig von jeder anderen Sammeltätigkeit. Und solche Sammlungen können sogar nützlich sein, schließlich sammeln Biologen auch Pflanzen und katalogisieren sie, oder Geologen Steine und so weiter. Ich vermute, dass auch aus dem Briefmarkensammeln wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden können, etwa in den Bereichen Geschichte und Wirtschaft. Aber auch wenn nicht, ist das okay. Schließlich haben wir früher auch Pokémonkarten oder Ähnliches gesammelt, ohne als uncool zu gelten. Aber die armen Briefmarken- (und auch die Münz-)Sammler tragen dieses Stigma trotzdem. Dabei ist es fast dasselbe, nur dass letztere das ganze professioneller, ordentlicher und irgendwie auch leidenschaftlicher angehen. Ich persönlich hätte wohl sogar Spaß dran, Briefmarken zu sammeln, aber letztendlich ist es mir zu zeitaufwändig und Briefmarken interessieren mich nicht so wirklich. Was ich aber doof finde, ist, wenn man Briefmarken oder Münzen extra nur für Sammler herausgibt, das ist Geldmacherei und Verschwendung, schließlich untergräbt das den Sinn der Sache. Und etwas befremdlich kommen mir auch die Preise vor, die bei extrem seltenen Briefmarken herrschen. Wie kann man denn Briefmarken so sehr mögen, dass man mehrere Millionen dafür ausgibt? Gleiches gilt für Superman-Comis. Wie kann einem das so viel wert sein? Und nicht nur einem, der Preis ergibt sich ja neben der Seltenheit vor allem daraus, wie viele Leute das Betreffende genug interessiert, um es aufgrund seiner seltenheit für wertvoll zu halten.

Tja, der Markt, ein ewiges Rätsel. Genau wie Menschen, die ihr ganzes Leben damit verbringen, Briefmarken in Bücher zu kleben.

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7 Antworten to “Drauflosgebloggt (12) – Wenn unzustellbar, zurück”

  1. Triffels 18. Juni 2013 um 20:07 #

    HDT! *versucht HardcoreTristesse wachzurütteln* HDT, aufwachen! Es ist Dienstag, Du wolltest wieder bloggen!

    • Hardcore Tristesse 19. Juni 2013 um 01:47 #

      Wie … was, wo? Oh, hallo. Äh ja, das wollte ich, danke der Erinnerung. Mist, wer hätte gedacht, dass sich das echt jemand merkt? Die Woche kommt noch was, versprochen. Drauflosgebloggt wird aber abgeschaffft, mit dem Ergebnis war ich gar nicht zufrieden. Da mach ich lieber wieder weniger, dafür etwas gehaltvoller.
      Übrigens heiß ich HCT, aber nicht schlecht für’s erste Mal 😛

      • Triffels 19. Juni 2013 um 18:39 #

        Übrigens heiß ich HCT, aber nicht schlecht für’s erste Mal

        Oops. Das ist mir jetzt ein bissschen peinlich.

      • Hardcore Tristesse 19. Juni 2013 um 21:53 #

        Ach woher denn, jeder macht mal Fehler. Da bin ich jetzt gar nicht so.

  2. Muriel 29. Mai 2013 um 21:18 #

    Schließlich haben wir früher auch Pokémonkarten oder Ähnliches gesammelt, ohne als uncool zu gelten.

    *langsam anschwellendes Glucksen, das sich zu einem unterdrückten Prusten auswächst und schließlich in heulendem Gelächter endet*

    Wie kann man denn Briefmarken so sehr mögen, dass man mehrere Millionen dafür ausgibt?

    Die Frage ist aber auch befremdlich.
    Jeder mag halt, was er mag.

    • Hardcore Tristesse 30. Mai 2013 um 16:36 #

      Ist ja gut, ist ja gut. Ich kann mich jedenfalls sehr gut erinnern, dass das damals in der 4. Klasse fast jeder gemacht hat.

      Ja, klar mag jeder was anderes. Ich finds nur sehr seltsam, ich kann mir nicht vorstellen, dass ich für irgendwas so Nutzloses wie ne alte Briefmarke so viel ausgeben würde.

      • Muriel 1. Juni 2013 um 17:44 #

        Mein Vater konnte sich immer nicht vorstellen, dass ich meine Zeit mit Fantasyromanen und Science Fiction verschwende, obwohl er selbst total gerne Belletristik gelesen hat, nur eben nicht solche.
        Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand für Fußball begeistert, sehe aber durchaus gerne anderen beim Videospielen zu.
        Die menschliche Fähigkeit, sich Dinge nicht vorstellen zu können, bietet mir immer wieder Anlass zum Staunen.

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