Drauflosgebloggt (4, 5, 6, 7, 8, 9, 10) – Er ist wieder da

10 Mai

So, da bin ich wieder. Ich weiß, es ist verdammt lange her, weil ich ein faules Stück Scheiße bin, aber sei’s drum, ich versuch, jetzt wieder regelmäßig weiter zu machen. Und weil es hier ja bekanntermaßen eine wiederkehrende Rubrik gibt, werd ich zuallererst mal die nachholen. Zeit für Drauflosgebloggt 4 – 10!

4- Volksmusik hat nichts mit BILD oder der NSDAP zu tun

Mein erster Treffer war die Übersichtsseite DNM, dann die Übersichtsseite Remigijus, dann Zdeněk Bláha (Musiker). Ein tschechischer Volksmusiker und Komponist. Ich kenne den nicht und mit Musik kenne ich mich auch nicht unbedingt aus, daher nur my two Cents zur Volksmusik: Sie hat den falschen Namen. „Volksmusik“ klingt, als wäre es die Musik des Volkes. War es sicherlich früher, ist aber heute nunmal nicht mehr zutreffend, heute ist es die Popmusik, und Volksmusik ist eher was für Liebhaber. „Traditionelle Musik“ wäre treffender. Und sie wird ständig mit der volkstümlichen Musik verwechselt, diesem ekelhaften Musikantenstadl-Gesülze. Und auch wenn Volksmusik zigmal besser ist als volkstümliche Musik, ich mag sie trotzdem nicht. Seien das nun Alphörner aus der Schweiz oder Ukulele aus Hawaii. Wie gesagt, ist was für Liebhaber.

5 – Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen

Hnojník. Nun … ein Dorf im Osten Tschechiens. Über das Dorfleben hab ich mich ja schonmal ausgelassen. Nicht besonders geschmeidig, wie ich zugeben muss, aber naja. Und in Osteuropa war ich auch noch nie (es sei denn, man zählt Ostdeutschland dazu, vom Stadtbild nimmt sich das ja teilweise nichts), also kann ich mich dazu auch nicht wirklich äußern. Und da ich auch nix aus dem Hut zaubern will, um das es da gar nicht geht, und die Regeln besagen, dass ich mir auch keinen neuen Zufallsartikel holen darf, belass ich’s eben bei: blöd gelaufen.

6 – Ich weiß es nicht, aber ihr habt trotzdem Unrecht

Also, so langsam frage ich mich, ob das eine gute Idee war. Tubulinea. Eine Amöbe … Allerdings fällt mir bei Einzellern immer die Frage nach der Entstehung des Lebens ein, die ich auch wegen inzwischen regelmäßiger Diskussionen mit den Zeugen Jehovas momentan im Kopf habe. Und diese Frage ist ja einer der wichtigsten Knackpunkte – woher kommt das Leben ursprünglich? Kreationisten sagen, es sei viel zu unwahrscheinlich, dass die nötigen Proteine alle zufällig zur gleichen Zeit am gleichen Ort entstehen. Dazu ziehen sie immer irgendwelche namenlosen Wissenschaftler heran, die das selbe behaupten … und ich weiß irgendwie auch nicht, was ich dagegen sagen soll, denn vermutlich IST es unwahrscheinlich, und sogar der gute alte Dawkins sagt nur, dass es zwar unwahrscheinlich ist, aber nicht so unwahrscheinlich, dass es quasi unmöglich wäre. Und soweit ich weiß, ist wissenschaftlich auch noch nicht nachgewiesen, wie es passiert ist. Und solange das so bleibt, wird immer der Lückenbüßergott einspringen. Aber da es schließlich auf keinen Fall unwahrscheinlicher ist als ein allmächtiges, allwissendes Wesen, das schon immer da war, hab ich da dennoch kein schlechtes Gewissen ob meines Atheismus.

7 – Bei manchen klimpert nicht bloß der Geldbeutel

Sibylle Schefczik. Eine österreichische Konzertpianistin. Nun, ich kenne mich nicht aus mit klassischer Musik und dergleichen, daher mach ich’s kurz: Es kann gut klingen, wird aber meines Erachtens überschätzt. Klassische Musik wird als die Musikrichtung der Gebildeten angesehen, und das stört mich. Da sie dann aber auch wieder als arrogante Schnösel gelten, gleicht sich das wieder aus.

8 – Tanz in den Mai

Jetzt geht’s richtig los: Just Dance! Mit Clubs, in denen solche Musik (Lady GaGa) läuft, kann ich ja meistens eher weniger anfangen, aber alle paar Monate kann man sich sowas schon mal antun, denn tatsächlich tanzt es sich da oft irgendwie schöner als zu Rock, Punk und Metal. Wenn auch deutlich weniger befreiend. Tanzen muss für mich so sein, dass man sich damit gut fühlt, dass einfach die Musik auf sich wirken lässt und sich dann so bewegt, wie es einem in den Sinn kommt und in dme Moment richtig anfühlt. Und das kann ich eben besser zu Musik, die ich wirklich mag und mit der ich mich auch identifizieren kann. Zu Discomusik kann es aber auch Spaß machen, weil die halt eher zum Tanzen gedacht ist. Nur diese gestelzten Tänze mit festen Tanzschritten hasse ich, die sind dermaßen spießig, das ist schon widerlich. Ach so, zum Lied selbst: Für Pop find ich’s ganz okay, ist halt zum Party machen gemacht. Auf jeden Fall besser als das meiste andere in dem Genre, auch wenn ich es mir nicht absichtlich anhören würde.

9 – Ein Wort wie kein anderes

Und da ist’s auch schon wieder vorbei: wir haben den North Palmer River. Ein Fluss in Australien, über den Wikipedia drei Zeilen zu sagen hat. Das einzig nennenswerte: es kommt das Wort „mäandrierend“ drin vor, und ich finde, dass das ziemlich bescheuert klingt. Okay, ich hätte auch was über Aborigines-Reservate sagen können, aber das vielleicht ein andermal.

10 – Dieser Titel ist bescheuert, weil wir das schon immer so gemacht haben

Als Letztes führt es uns heute nach Jalapa in Guatemala. Besonders ins Auge sticht hier, dass dort Stier- und Hahnenkämpfe veranstaltet werden, was schon eine ziemliche Barbarei ist. Und das einzige Argument, das es dafür gibt, diesen Mist weiter zu betreiben, ist die Tradition. Über das Traditionsargument könnte ich mich immer aufregen, aber wenn es zur Folge hat, dass Tiere sinnlos verrecken müssen und die Leute das noch geil finden, dann hat der Spaß eindeutig ein Loch.

Soviel also zum Nachholen von Drauflosgebloggt, das ich eigentlich besser „Geb ich halt mal meinen Senf dazu ab“ genannt hätte in Anbetracht der Tatsache, dass ich mich meistens recht kurz fasse, aber das hätte dann ja auch nicht so unheimlich cool und gebildet gewirkt.

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4 Antworten to “Drauflosgebloggt (4, 5, 6, 7, 8, 9, 10) – Er ist wieder da”

  1. Triffels 11. Mai 2013 um 16:29 #

    hardcore_tristesse: Schön, dass Du wieder unter den Lebenden weilst! (Nein, ich habe inhaltlich nichts beizutragen. Ich wollte Dich nur begrüßen.)

  2. Muriel 10. Mai 2013 um 20:54 #

    Hurra.
    6. Ich glaube, es ist schon ein Fehler, sich auf die Frage einzulassen. Wenn mich jemand sowas fragt, sag ich „Nimm einfach mal an, ich hätte keine Ahnung, und auch sonst niemand auf der Welt, und dann erklär mir, inwiefern das die Argumentation für deinen Gott beeinflusst.“

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