Von der Enttäuschung

13 Feb

Damit es hier nicht so leer aussieht, stelle ich gleich mal eins meiner Gedichte rein. Vorsicht, bei mir wird nicht gereimt, wer das nicht mag, sollte also aufpassen.

Da steht er hell und weiß am Himmel
Voller Ehrfurcht anzusehen doch nicht für lange
Schwarze Wolken machen aus dem Mond nur mehr eine Silhouette
Gespenstisch mystisch bis auch sie verschwindet
Und nur die leere Schwärze der Nacht zurückbleibt
Ungleichmäßig tickt die Bahnhofsuhr in dieser späten schweren Stunde
Mechanisch dröhnen Durchsagen aus dem Lautsprecher wie aus einer anderen Welt
Und unter dem fahlen Neonlicht sitze ich sinnierend
Undank ist der Welten Lohn und ich habe wohl reichlich belohnt
Doch so ist das eben wenn Träume platzen wie eine vom Wind verwehte Seifenblase
Neben mir pfeift ein Soldat und apathisch höre ich zu
Doch kein Lied bringt mir wieder was ich nie verloren hatte
Es ist schwer sich einen Traum zu bauen
Doch schwerer ist es sein Platzen zu akzeptieren
Ein schmieriger Film aus Enttäuschung ist alles was übrig bleibt und seine Existenz beweist
Wenn er verschwindet als sei er nie da gewesen

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