Ganz genau, ich bin für Menschenhandel.

19 Dez

Die Franzosen, die Franzosen. Erst das Burkaverbot, und jetzt das.  Sehr selten kommt es vor, dass ich mir Nachrichten reinziehe, aber als ich es heute doch mal tat, saß ich schier mit offenem Mund vor dem Fernseher, ohne zu wissen, was man zu dieser unfassbaren Dummheit sagen könnte.

Freier von Prostituierten sollen in Zukunft 1500€ zahlen müssen. Leider scheint es momentan keine aktuelleren Berichte zu geben als welche von vor 2 Wochen, da über das Gesetz wohl schon am 4. Dezember hätte abgestimmt werden sollen; wie es scheint, ist das aber noch nicht passiert (oder die Tagesschau ist tierisch hintendran). Gehen wir den Artikel in der Zeit doch eiunfach schnell gemeinsam durch: Weiterlesen

Die Nichtargumente der Todesstrafengegner

2 Dez

Weil ich heute in Stimmung bin, mich mit Leuten anzulegen, hab ich mal geschaut, was ich so zum Thema Todesstrafe in der Blogosphäre finde. Nach meiner Erfahrung und Empfindung ist das ein Thema, bei dem alle, die sich für gebildet und fortschrittlich halten, immer ganz schnell dabei sind und sich der erstbesten Begründung anschließen, um gegen die Todesstrafe zu sein, denn alles andere wäre ja nur was für Nazis und Stammtischler. Ich denke, da macht man es sich meist zu leicht. Weiterlesen

Question time with dominionists

5 Sep

Today I stumbled upon the following article, which tells us that one family from Massachusetts challenges the Pledge of Allegiance in the state’s Supreme Court in order to have the word „under God“ removed: Pledge of Allegiance challenged in Massachusetts Supreme Court. I’m going to write this article in english because, you never know, someone might want to reply.

In the comment section, a formidable battle emerged … my first time seeing a „discussion“ between American christians and atheists (also agnostics). Since I am a nice person, I will try to answer some of the questions or statements the christians left in the comments. Weiterlesen

Grundloser Rant gegen Liberale

5 Jul

Ich habe ja in letzter Zeit eigentlich meine Feindschaft zur liberalen Idee ein wenig überwunden. Denn grundsätzlich finde ich, klingt das mit der Eigenverantwortung und so gar nicht übel, und es gibt auch etliche Beispiele, bei denen ich Liberalen nachdrücklich zustimmen kann, denn zuviel sinnlose staatliche Gängelung und Bevormundung bringt uns als Gesellschaft einfach nicht weiter. Und regelmäßig widerspreche ich auch meinen linken Freunden mit Berufung auf die Mündigkeit und Eigenverantwortung erwachsener Menschen. Natürlich kommt jetzt das aber: Aber mich erstaunt doch in manchen Bereichen, wie man die liberale Idee so undifferenziert und grenzenlos durchsetzen wollen kann, am deutlichsten beim Thema Verbraucherschutz.

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5 positive Dinge an … den Zeugen Jehovas

2 Jul

Ab und zu kann es nicht schaden, sich bewusst zu machen, dass es nichts gibt, das nur schlecht ist. Und deshalb werde ich das jetzt auch hier hin und wieder tun. Da ich mich wöchentlich mit ihnen zum Diskutieren treffe, nehme ich als erste Gruppe, die in diesen Genuss kommt, die Zeugen Jehovas. Die haben sich den Ruf erworben, nervig, aufdringlich und übermäßig missionarisch zu sein, sich außerdem teilweise der modernen Medizin zu verweigern, Aussteiger schlecht zu behandeln und generell ziemliche Eigenbrötler zu sein (im Verhältnis zu anderen Christen, natürlich. Religionen sind für mich alle sonderbar genug). An all diesen Punkten ist sicher was dran, aber wir finden doch sicher auch fünf positive Dinge an den Zeugen Jehovas:

1. Sie glauben nicht an eine unsterbliche Seele, was ja immerhin schonmal etwas ist.

2. Sie sind (meistens zumindest) unheimlich nett und freundlich, so wie man das von Christen eigentlich erwarten würde. Hasspredigten und wüste Beschimpfungen gegen Anders- und Nichtgläubige sind ihnen fremd. Mit diesen Menschen kann man reden, sie gehen auf einen ein und tun Argumente nicht mit „Gott sagt es aber so und du kommst in die Hölle!“ ab.

3. Es werden nur Leute getauft, die das auch selbst entscheiden können.

4. Sie engagieren sich nicht politisch. Sie sind derAuffassung, dass Religion eine Sache ist, die man niemandem per Gesetz aufzwingen dürfe, und halten sich dabei im Gegensatz zu den großen Kirchen an die Vorgabe von Jesus.

5. Sie sind friedlich, behandeln Menschen aller Hautfarben gleich und verweigern den Kriegsdienst.

So, das war doch gar nicht so schwer, oder? Ich glaube, wenn Leute öfter versuchen würden, das Gute an anderen Weltanschauungen zu sehen, wäre die Welt schon ein besserer Ort. Das gilt natürlich besonders für Gruppen, denen zumeist extremer Hass entgegeschlägt, etwa Islamisten oder Nazis. Ich will nicht sagen, dass der Hass hier nicht gerechtfertigt wäre, aber man muss sich klarmachen, dass auch diese Menschen nicht nur aus einer verachtungswürdigen Ideologie bestehen, sondern eben auch einfach Menschen sind, welche ihr Ziel für gut und richtig halten. Und so sollte man sie auch behandeln.

Das Neuland, das jeder beherrschen, aber keiner betreten wollte

20 Jun

Angela Merkel hält das Internet also für Neuland. Für uns alle. Und wird dafür verspottet, und zwar völlig zu Recht.

Es bleibt natürlich eine Interpretationsfrage, wer „wir alle“ in diesem Kontext sein soll. Wir Deutsche? Wir ältere Mitbürger? Wir, die Bundesregierung? Manche, die Merkel Recht geben wollen, beziehen sich dabei eher auf die ersten beiden Möglichkeiten. Sie denken, dass die Mehrheit der Deutschen noch nicht im Internet angekommen ist, und dass es deshalb herablassend ist, sich über Merkel lustig zu machen, weil sie für die Mehrheit spricht. Weiterlesen

Rückwärts ist noch gar kein Ausdruck

11 Jun

Es gibt immer wieder so Dinge, bei denen ich mich frage, welches Jahr wir eigentlich schreiben. Das russische Gesetz gegen „homosexuelle Propaganda“ ist so ein Fall. Erstmal: Was soll „homosexuelle Propaganda“ überhaupt sein? Wikipedia bezeichnet Propaganda als „einen absichtlichen und systematischen Versuch, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zum Zwecke der Erzeugung einer vom Propagandisten erwünschten Reaktion zu steuern“. Tun Homosexuelle das? Hängen die Befürworter und Macher dieses Gesetzes etwa immer noch, nachdem es bereits millionenfach breitgetreten wurde, der unsinnigen Überzeugung an, man könne sich aussuche, ob man homosexuell wird? Und glauben sie wirklich immer noch, dass die bösen Homos „ihre“ Kinder umpolen wollen? Hilfe.

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